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        <titleproper>Militärmedizinische Akademie</titleproper>
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  <archdesc level="collection" type="Findbuch">
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      <unitid>BArch DVW 2-1</unitid>
      <repository label="Baden-Württemberg">
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          <addressline>Abteilung Militärarchiv</addressline>
          <addressline>Wiesentalstraße 10</addressline>
          <addressline>79115 Freiburg</addressline>
          <addressline>militaerarchiv@bundesarchiv.de</addressline>
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          <unitid>BArch DVW 2-1</unitid>
          <unittitle>Militärmedizinische Akademie</unittitle>
          <unitdate>1969-1990</unitdate>
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            <genreform normal="Akten">Schriftgut</genreform>
            <extent>888 Aufbewahrungseinheiten</extent>
            <extent>25,0 laufende Meter</extent>
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          <origination>Militärmedizinische Akademie (MMA), 1969-1990</origination>
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          <head>Geschichte des Bestandsbildners</head>
          <p>Vorgeschichte</p>
          <p>Das am 16.3.1954 lt. Bef. 86/56 MfNV als Einrichtung der bewaffneten Kräfte der DDR gegründete Zentrale Lazarett befand sich am Standort der späteren Militärmedizinischen Akademie (MMA). Das Zentrale Lazarett war in klassische medizinische Fachbereiche wie Innere Medizin, Chirurgie, HNO, Orthopädie und Stomatologie gegliedert. Neben der medizinischen Betreuung von NVA-Angehörigen war auch die medizinische Aus- und Weiterbildung eine wichtige Aufgabe des Zentralen Lazaretts</p>
          <p>Hochschulentwicklung</p>
          <p>Auf Beschluss des Ministerrates der DDR vom 7.12.1981 und lt. Bef. 44/81 MfNV wurde die Militärmedizinische Akademie am Standort Bad-Saarow-Pieskow gegründet bzw. das Zentrale Lazarett umgestellt und umbenannt. Neben dem Recht zur Verleihung der akademischen Grade &quot;Diplommediziner&quot; und &quot;Diplomstomatologe&quot; erhielt die Akademie das Promotionsrecht A und B. Als höchste akademische militärmedizinische Lehr-, Weiterbildungs- und Forschungsstätte löste sie die Militärmedizinische Sektion an derErnst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (EMAU) ab. Die Militärmedizinische Akademie führte die Arbeit des ehemaligen Zentralen Lazaretts in der medizinischen Betreuung fort und übernahm Aufgaben der Greifswalder Militärmedizin mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Nachwuchsförderung.</p>
          <p>Die Hauptaufgaben der MMA waren:</p>
          <p>- die fachärztliche Ausbildung von Militärärzten, Militärzahnärzten und Militärapothekern</p>
          <p>- die postgraduale Weiterbildung nach abgeschlossener fachärztlicher Ausbildung auf medizinisch-klinischem Gebiet</p>
          <p>- die Aus- und Weiterbildung von Reservisten des Medizinischen Dienstes</p>
          <p>- die berufspraktische Ausbildung vor Beginn des Hochschulstudiums an der EMAU</p>
          <p>- die Durchführung klinischer Praktika der Offiziersschüler während des Hochschulstudiums</p>
          <p>- die hochspezialisierte medizinische Betreuung von NVA-Angehörigen</p>
          <p>- die Gewährleistung des wissenschaftlichen Vorlaufs für die medizinische Sicherstellung der Landesverteidigung.</p>
          <p>Chefs der MMA:</p>
          <p>GL Prof. Dr. Gestewitz (1981-1988)</p>
          <p>GM Prof. Dr. Werner (1988- 1990)</p>
          <p>Aus- und Weiterbildung</p>
          <p>Das Aus- und Weiterbildungsspektrum der Akademie umfasste auf Grund der Doppelfunktion als Lehr- und Forschungsstätte sowie medizinische Einrichtung die Ebenen Berufs-, Fach- und Hochschulbildung. Folgende Leistungen wurden 1988 erbracht:</p>
          <p>- Ausbildung zum Facharzt, -zahnarzt bzw. -apotheker: 50 Armeeangehörige und 16 Zivilbeschäftigte</p>
          <p>- Fachschulausbildung: 75 Studierende</p>
          <p>- Berufsausbildung: 56 Offiziersschüler</p>
          <p>- postgraduales Studium zum Fachwissenschaftler der Medizin: zehn Mitarbeiter</p>
          <p>- postgraduales Studium Hochschulpädagogik: 18 Mitarbeiter</p>
          <p>- Weiterbildung auf dem Gebiet des medizinischen Dienstes: 13 Lehrgänge mit 189 Teilnehmern</p>
          <p>- berufsbegleitende Praktika im Ausbildungsprofil Militärarzt: 25 Offiziersschüler des zweiten bis vierten Studienjahres</p>
          <p>- militärmedizinische Konsultationen: 53 Hospitanten</p>
          <p>- Pflichtassistentenausbildung: neun Assistenten</p>
          <p>- Fähnrichlehrgang: 11 Teilnehmer</p>
          <p>- Ausländerstudium: vier Militärangehörige</p>
          <p>Desweiteren wurden, neben zusätzlichen Lehrleistungen an anderen Einrichtungen (z.B. an der EMAU oder der Akademie für Ärztliche Fortbildung Berlin), Lehrgänge durchgeführt, in denen Reservisten und truppenerfahrene Offiziere des medizinischen Dienstes folgende Qualifizierungen erwerben konnten:</p>
          <p>- Kommandeur von Sanitätsbataillonen, selbst. medizinischen Abteilungen, medizinischen Kompanien, Abteilungen für medizinische Verstärkung und antiepidemische Abteilungen</p>
          <p>- Leiter des medizinischen Dienstes eines Verbandes oder eines Truppenteils</p>
          <p>- Zugführer in Sanitätsbataillonen oder selbst. medizinischen Abteilungen</p>
          <p>- Leiter des pharmazeutischen pder epidemiologischen Feldlabors.</p>
          <p>Mit ihrer Gründung hatte die Akademie 196 laufende Promotionsverfahren von der Fakultät für Militärmedizin der EMAU übernommen. Bis einschließlich 1990 wurden insgesamt 263 Promotionsverfahren A und 65 Promotionsverfahren B abgeschlossen. Im Vergleich zum Promotionsgeschehen der Greifswalder Fakultät wird deutlich, dass die Nachwuchsförderung in den 80er Jahren im militärischen Hochschulbereich ähnliche Wachstumstendenzen wie im zivilen Bereich aufwies.</p>
          <p>Auflösung</p>
          <p>Bereits im Vorfeld der Wiedervereinigung wurde der Lehrbetrieb stark eingeschränkt. Mit der Übernahme der Einrichtung durch die Bundeswehr wurde der Betrieb gänzlich eingestellt. Lediglich ein Teil der medizinisch-technischen Anlagen wurde übernommen. Die Liegenschaften der Akademie gingen an den Kreis Fürstenwalde. Der ursprüngliche Plan, ein Kreiskrankenhaus zu errichten, wurde nicht vollendet. Stattdessen ging aus der MMA ein Krankenhaus der qualifizierten Regelversorgung in privater Trägerschaft der Humaine-Gesellschaft hervor. Die Militärmedizinische Akademie (MMA) war von 1981 bis 1990 Zentrum der militärmedizinischen und -pharmazeutischen Aus- und Weiterbildung sowie der militärmedizinischen Forschung in der DDR.</p>
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        <scopecontent>
          <head>Inhaltliche Charakterisierung</head>
          <p>Der Bestand enthält die Unterlagen über die Sitzungen der Fakultät für Militärmedizin Greifswald sowie die der Sitzungen des wissenschaftlichen Rates der Akademie, weiterhin Belegarbeiten und Dissertationsschriften.</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Vorarchivische Ordnung</head>
          <p>Die Unterlagen wurden vom Bundeswehrkommando Ost (es bestand vom Okt. 1990 bis Juni 1991) an das Bundesarchiv-Militärarchiv übergeben. Sie wurden 1992 noch vor der Neubearbeitung der Tektonik erschlossen und tragen deshalb noch die Potsdam-Signatur VA-01. Im Bestand befinden sich auch als Vorakten Unterlagen der Militärmedizinischen Sektion Greifswald.</p>
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          <head>Zitierweise</head>
          <p>BArch DVW 2-1/...</p>
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          <head>Besondere Benutzungsbedingungen</head>
          <p>Der Bestand beinhaltet auch Archivgut, das sich auf natürliche Personen bezieht und somit gemäß § 5 Bundesarchivgesetz (BArchG) besonderen Schutzfristen unterliegt.</p>
        </accessrestrict>
        <relatedmaterial>
          <head>Amtliche Druckschriften</head>
          <p>Zeitschrift für Militärmedizin. Jg. 1 / 31 (1960-1990)</p>
        </relatedmaterial>
        <relatedmaterial>
          <head>Literatur</head>
          <p>Burkhardt, Anke: Militär- und Polizeihochschulen in der DDR. Wissenschaftliche Dokumentation (Arbeitsberichte 2´00). Hrsg. von HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Wittenberg 2000, S. 71-75.</p>
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            <unittitle>Militärmedizinische Akademie</unittitle>
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              <unittitle>Führung</unittitle>
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              <unittitle>Kaderarbeit/Chronik</unittitle>
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                <unittitle>Facultas docendi</unittitle>
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                <unittitle>Promotionsverfahren</unittitle>
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                <unittitle>Dissertationen</unittitle>
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                <unittitle>Diplomarbeit</unittitle>
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