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        <titleproper>Militärpolitische Hochschule</titleproper>
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      <unitid>BArch DVP 3-7</unitid>
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          <addressline>Abteilung Militärarchiv</addressline>
          <addressline>Wiesentalstraße 10</addressline>
          <addressline>79115 Freiburg</addressline>
          <addressline>militaerarchiv@bundesarchiv.de</addressline>
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          <unitid>BArch DVP 3-7</unitid>
          <unittitle>Militärpolitische Hochschule</unittitle>
          <unitdate>1968-1990</unitdate>
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            <genreform normal="Akten">Schriftgut</genreform>
            <extent>235 Aufbewahrungseinheiten</extent>
            <extent>1,6 laufende Meter</extent>
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            <language langcode="ger" scriptcode="Latn">deutsch</language>
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          <origination>Militärpolitische Hochschule (MPH), 1968-1990</origination>
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          <head>Geschichte des Bestandsbildners</head>
          <p>Vorgeschichte</p>
          <p>Der Militärpolitischen Hochschule lässt sich kein direkter Vorgänger zuordnen. Allerdings war sie in der Tradition der parteipolitischen Schulung bewaffneter Organe verwurzelt. Bereits in den 50er Jahren erfolgte an der Politoffiziersschule der NVA in Berlin-Treptow die Aus- und Weiterbildung von Offizieren für den Einsatz in Politorganen. Die Politoffiziersschule setzte ab 1960 ihre Arbeit als Parteischule fort. Allerdings existierte noch keine Einrichtung der NVA, die militärische und politische Aus- und Weiterbildung miteinander verband. Zunächst wurde die &quot;Fachrichtung zur Heran- und Weiterbildung von Politoffizieren&quot; gegründet. Die Lehrprogramme sollten aus Kenntnissen aus dem Themenbereich Grundlagen des Marxismus-Leninismus, Strategie und Taktik der SED, politisch-ideologische Führungstätigkeit in der NVA u.ä. bestehen</p>
          <p>Am 9.2.1968 wurde auf Befehl 11/68 MfNV die &quot;Sonderschule des Ministeriums für Nationale Verteidigung für die Aus- und Weiterbildung von Polit- und Parteikadern&quot; mit Wirkung zum 15.2.1968 gegründet, die Eröffnung fand am 30.4.1968 in Naumburg statt.</p>
          <p>Hochschulentwicklung/Struktur</p>
          <p>Die Sonderschule des Ministeriums für Nationale Verteidigung für die Aus- und Weiterbildung von Polit- und Parteikadern verfügte 1968 über folgende drei Lehrstühle:</p>
          <p>- Lehrstuhl Wissenschaftlicher Sozialismus (Hauptfachgebiete: Dialektischer und historischer Materialismus, Geschichte der Arbeiterbewegung, Politökonomie)</p>
          <p>- Lehrstuhl Kireg und Armee (Hauptfachgebiete: Militärpolitim der SED, Imperialistische Kriegspolitik)</p>
          <p>- Lehrstuhl Politische Führung und Erziehung (Hauptfachgebiete: Partei und Parteiaufbau, Wissenschaftliche Führung und Erziehung, Politische Massenarbeit, Militärpolitik/Psychologie)</p>
          <p>Mit der Verleihung des Hochschulstatus am 3.3.1970 wurde die nach Berlin-Grünau verlegte Schule unter dem Namen &quot;Hochschule zur Heran- und Weiterbildung von Politkadern&quot; weitergeführt. Nach diversen Strukturveränderungen wurden folgende Lehrstühle um- bzw. aufgestellt:</p>
          <p>- Dialektischer und historischer Materialismus (Ausbildungsanteil 18%)</p>
          <p>- Geschichte der Arbeiterbewegung und Militärgeschichte (16%)</p>
          <p>- Politische Ökonomie und Militärökonomie (11%)</p>
          <p>- Wissenschaftlicher Sozialismus (25%)</p>
          <p>- Militärpädagogik/Militärpsychologie (7%)</p>
          <p>- Politische Führung und Erziehung (19%)</p>
          <p>Zusätzlich existierte die Politabteilung als leitendes Parteiorgan, der Lehrstuhl Sprachausbildung sowie die Fachgruppe Militärische Körperertüchtigung. Im Oktober wurde die Hochschule lt. Bef. 95/72 MfNV vom 26.6.1972 in &quot;Militärpolitische Hochschule der NVA&quot; umbenannt. Gleichzeitig wurde ihr der Name &quot;Wilhelm Pieck&quot; verliehen.</p>
          <p>Kommandeure:</p>
          <p>GM Werner Wunderlich 1976-1983</p>
          <p>GM Rolf Dietzsch 1983-1989</p>
          <p>Aus- und Weiterbildung</p>
          <p>Die einjährige Heranbildung von Politoffizieren für den Einsatz als Stellvertreter des Kompaniechefs für politische Arbeit, Offiziere für Propaganda der selbstständigen Bataillone und hauptamtliche Funktionäre für die Jugendarbeit dominierte bis Mitte der 80er Jahre den Lehrbetrieb. Zusätzlich erfolgte ab dem Studienjahr 1872/73 die Ausbildung von Politoffizieren in einem kombinierten Fern- und Direktstudium mit Diplomabschluss (&quot;Diplomgesellschaftswissenschaftler&quot;).</p>
          <p>Auch die Weiterbildung war ein wichtiger Punkt. Politoffiziere waren verpflichtet, in dreijährigem Abstand an Weiterbildungslehrgängen teilzunehmen. Die ersten marxistisch-leninistischen Lehrgänge für hochrangige militärische Führungskräfte fanden 1973 statt.</p>
          <p>Der Bildungsauftrag der Militärpolitischen Hochschule wandelte sich in den 80er Jahren. Die Hochschule wandelte sich zu einer militärakademischen Lehr- und Forschungseinrichtung, die zugleich als Parteischule der Streitkräfte fungierte. Die Ausbildung von Politoffizieren wurde in das vierjährige Diplomstudium der Offiziershochschulen verlagert. Die Hauptzielgruppe der Militärpolitischen Hochschule bildeten vor allem Absolventen von Offiziershochschulen mit Truppenpraxis, die sich für höhere Führungstätigkeiten qualifizieren sollten. Angeboten wurden folgende Weiterbildungsmaßnahmen:</p>
          <p>- ab Studienjahr 1986/87 ein dreijähriges postgraduales Direktstudium mit Abschluss als &quot;Diplomgesellschaftswissenschaftler&quot; bzw. &quot;Diplomlehrer für Marxismus-Leninismus&quot; (Profile: Geschichte der Arbeiterbewegung/Militärgeschichte,</p>
          <p>Militärpädagogik/Militärpsychologie, Politische Ökonomie/Militärökonomie) sowie ab 1988/89 ein ebenfalls dreijähriges postgraduales Direktstudium mit Abschluss &quot;Diplomkulturwissenschaftler&quot;</p>
          <p>- die Doktorandenausbildung in Form einer dreijährigen planmäßigen Aspirantur oder einer außerplanmäßigen Aspirantur</p>
          <p>- Weiterbildungslehrgänge für militärische Führungskräfte, Partei- und Politfunktionäre (einschl. ehrenamtlicher Parteifunktionäre und hauptamtlicher Funktionäre der FDJ, der Armeesportvereinigung und der Gewerkschaft der Zivilbeschäftigten der</p>
          <p>NVA) sowie Reserveoffiziere für Politoffizierdienststellungen.</p>
          <p>Schwerpunktmäßig wurden die Absolventen in der politisch-ideologischen Erziehung der Angehörigen der NVA und als &quot;Parteiarbeiter&quot; in den Politorganen der NVA sowie als Kommandeure von Einheiten, Truppenteilen und Verbänden der NVA eingesetzt.</p>
          <p>Auflösung</p>
          <p>Mit der Auflösung der NVA 1990 wurde auch die Militärpolitische Hochschule der NVA aufgelöst.</p>
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        <scopecontent>
          <head>Inhaltliche Charakterisierung</head>
          <p>Der Bestand enthält: Befehle und Anordnungen 1968-1977; Pläne 1968-1978; Übergabe/Übernahme 1968-1978, Zeremoniells 1970-1976; Gefechtsbereitschaft 1971-1977; Lehrerbücher 1972-1976; Studienbücher 1983-1986</p>
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        <scopecontent>
          <head>Erschließungszustand</head>
          <p>Kartei</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Vorarchivische Ordnung</head>
          <p>Die Unterlagen wurden mit Ausnahme von zwei Akten erst nach der Auflösung der Hochschule an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Die Akten sind noch nicht endverzeichnet. Sie tragen die Signaturen des Verwaltungsarchivs AZN...</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Zitierweise</head>
          <p>BArch DVP 3-7/...</p>
        </scopecontent>
        <relatedmaterial>
          <head>Amtliche Druckschriften</head>
          <p>Schriften der Militärpolitischen Hochschule &quot;Wilhelm Pieck&quot;.</p>
        </relatedmaterial>
        <relatedmaterial>
          <head>Literatur</head>
          <p>Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, Berlin(Ost) 1985.</p>
          <p>Burkhardt, Anke: Militär- und Polizeihochschulen in der DDR. Wissenschaftliche Dokumentation (Arbeitsberichte 2´00). Hrsg. von HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Wittenberg 2000, S.87-91.</p>
        </relatedmaterial>
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            <unittitle>DVP 3-7 Militärpolitische Hochschule</unittitle>
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              <unittitle>Militärische Bestimmungen</unittitle>
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              <unittitle>Kaderarbeit</unittitle>
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