<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<ead audience="external" xmlns="urn:isbn:1-931666-22-9" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" xsi:schemaLocation="urn:isbn:1-931666-22-9 ead.xsd http://www.w3.org/1999/xlink xlink.xsd">
  <eadheader countryencoding="iso3166-1" dateencoding="iso8601" langencoding="iso639-2b" repositoryencoding="iso15511" scriptencoding="iso15924">
    <eadid mainagencycode="DE-1958" url="http://www.bundesarchiv.de">DE-1958_d8dd6325-8344-45a8-b77a-4971509821b6</eadid>
    <filedesc>
      <titlestmt>
        <titleproper>Landeszentralbank von Baden</titleproper>
        <sponsor>Bundesarchiv</sponsor>
      </titlestmt>
      <publicationstmt>
        <publisher>Bundesarchiv</publisher>
        <address>
          <addressline>56075 Koblenz, Potsdamer Str.1</addressline>
        </address>
      </publicationstmt>
    </filedesc>
    <profiledesc>
      <creation>
        <date normal="2023-03-21">21.03.2023</date>
      </creation>
    </profiledesc>
  </eadheader>
  <archdesc level="collection" type="Findbuch">
    <did>
      <unitid>BArch B 331-BW</unitid>
      <repository>
        <corpname role="Staatliche Archive">Bundesarchiv</corpname>
        <address>
          <addressline/>
          <addressline/>
          <addressline/>
        </address>
        <extref xlink:role="url_archive" xlink:href="http://www.bundesarchiv.de">Bundesarchiv</extref>
      </repository>
    </did>
    <otherfindaid>
      <extref xlink:role="url_findbuch" xlink:href="https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/d8dd6325-8344-45a8-b77a-4971509821b6/">Findbuch im Angebot des Archivs</extref>
    </otherfindaid>
    <dsc>
      <c level="collection" id="DE-1958_d8dd6325-8344-45a8-b77a-4971509821b6">
        <did>
          <unitid>BArch B 331-BW</unitid>
          <unittitle>Landeszentralbank von Baden</unittitle>
          <unitdate>1947-1952</unitdate>
          <physdesc>
            <genreform normal="Akten">Schriftgut</genreform>
            <extent>596 Aufbewahrungseinheiten</extent>
            <extent>27,9 laufende Meter</extent>
          </physdesc>
          <langmaterial>
            <language langcode="ger" scriptcode="Latn">deutsch</language>
          </langmaterial>
          <origination>Landeszentralbank Baden (LZB Baden), 1947-1952</origination>
        </did>
        <scopecontent>
          <head>Geschichte des Bestandsbildners</head>
          <p>Die Bestandsgeschichte (/Bewertung und Erschließung) ist ausführlich nachzulesen im zugehörigen Findbuch des Historischen Archivs der Deutschen Bundesbank.</p>
          <p>Bei den folgenden Erläuterungen handelt es sich um (zum Teil gekürzte oder leicht abgewandelte) Auszüge aus diesem Findbuch:</p>
          <p>a) Bestandsgeschichte</p>
          <p>Es handelt sich um einen Sammelbestand verschiedener Provenienzen (Landeszentralbank von Baden und Vorprovenienzen, Leitstelle der Reichsbank für die französische Zone, Koordinierungsausschuss für die Landeszentralbanken der französischen Zone).</p>
          <p>Die im Findbuch des Historischen Archivs nachgewiesenen Unterlagen resultieren aus zwei Aktenabgaben, die im August und Oktober des Jahres 1995 durch die Landeszentralbank in Baden-Württemberg, Hauptverwaltung Stuttgart, in Abstimmung mit dem Historischen Archiv der Bundesbank veranlasst wurden. Bis zu diesen Abgabezeitpunkten lagerten die Akten auf dem Dachboden des Bankgebäudes der früheren Landeszentralbank in Baden-Württemberg, Hauptstelle Freiburg (Breisgau) - heute: Deutsche Bundesbank, Filiale Freiburg (Breisgau). Hier konnten sie 1995 vom Leiter des Archivs gesichtet, ihre generelle Archivwürdigkeit festgestellt und die Überführung des Bestandes in das zentrale Archiv der Bundesbank in Frankfurt am Main eingeleitet werden. Die Übernahme war schon aus konservatorischen Gründen dringend geboten, woraus sich der recht unbefriedigende Erhaltungszustand der Unterlagen erklärt. Auch wenn die endgültig als archivwürdig bewerteten Unterlagen nach Abschluss der archivischen Bearbeitung inzwischen unter archivüblichen Bedingungen lagern, sollte die ersatzweise Verwendung von Mikroformen für die Benutzung fortan Vorrang haben, damit der Erhalt der Unikate langfristig gewährleistet werden kann. Die Mikroverfilmung ist bereits erfolgt. Die Abgabe an das Bundesarchiv erfolgte 2006.</p>
          <p>b) Archivische Bewertung und Bearbeitung</p>
          <p>Zum ganz überwiegenden Teil wurden die aus Freiburg übernommenen Akten unterschiedlichen Ursprungs als Unterlagen von bleibendem Wert eingestuft; Kassationen bilden die Ausnahme. Das Findbuch erschließt 160 Akteneinheiten, denen weder Aktenpläne noch andere erkennbare Ordnungsgefüge durchgängig zugrunde lagen. Das Schriftgut wurde zunächst nach den erkennbaren Vorprovenienzen/Provenienzen wie folgt geordnet:</p>
          <p>- Reichsbankstelle Freiburg/Hauptfiliale Freiburg/Hauptstelle Freiburg</p>
          <p>- Reichsbankstellen und Reichsbanknebenstellen/Zweiganstalten der Landeszentralbank von Baden</p>
          <p>- Landeszentralbank von Baden, Hauptverwaltung Freiburg</p>
          <p>- Leitstelle der Reichsbank für die französische Zone</p>
          <p>- Koordinierungsausschuss für die Landeszentralbanken der französischen Zone</p>
          <p>- Dienststellen der französischen Militärregierung</p>
          <p>Entsprechend der Beständegliederung des Historischen Archivs, die zwischen den auf der lokalen Ebene der Bankplätze entstehenden Überlieferungen der Zweiganstalten - im Bestand B 332 zusammengefasst - und den Überlieferungen der überregional agierenden Landeszentralbanken (Hauptverwaltungen) - verschiedene, nach Ländern differenzierte Hauptverwaltungsbestände (B 331-) umfassend - unterscheidet, wurden die im Schriftgut enthaltenen reinen Zweiganstaltenakten (2) aus der Zeit vor und nach 1945 in den Zweiganstaltensammelbestand B 332 umgebucht.</p>
          <p>Die ab 1947 bis 1952 entstandenen Akten des Vorstandes der Landeszentralbank von Baden und der zugehörigen Hauptverwaltung in Freiburg (3) bilden den größten Teil der 1995 übernommenen Unterlagen; dieses Schriftgut wurde fast ausnahmslos als archivwürdig bewertet und ist als Kernüberlieferung in Abschnitt 1 des Archivalienverzeichnisses -nach Sachgesichtspunkten gegliedert-dargestellt.</p>
          <p>Während die erwähnten Landeszentralbankunterlagen einschließlich der oben angeführten Vorprovenienzen wesentliche Zentralbankentwicklungen seit Kriegsende in Südbaden, später im Südsektor der französischen Zone, schließlich im Gebiet des im Herbst 1946 gegründeten Landes Baden dokumentieren, enthielt das aus der Hauptstelle Freiburg übernommene Schriftgut darüber hinaus auch Unterlagen der ab Februar 1946 überregional, später länderübergreifend tätigen deutschen Leitungs- und Koordinierungsgremien für die Zentralbankinstitutionen in der französischen Zone. Diese Leitungsgremien, im Prinzip eigene Provenienzen, wurden gleichwohl in den Bestand integriert, aus vertretbaren Gründen. Zum einen ist dies gerechtfertigt durch den engen sachlich-institutionellen Zusammenhang, zum andern auch durch die personelle Verbindung des Vorstandes der Landeszentralbank von Baden mit dem Koordinierungsausschuss (der Generaldirektor/Präsident der Landeszentralbank war in Personalunion auch der gewählte Präsident des Koordinierungsausschusses).</p>
          <p>Als letzter Bestandteil der Aktenabgaben aus der Hauptstelle Freiburg sind einige Unterlagen von Dienststellen der französischen Militärregierung, des technischen Kontrolloffiziers bei der Reichsbank im Südgebiet der französischen Zone (Marcel Péchaud) und des Office des Changes zu erwähnen. Auch diese Akten wurden bewusst im Bestand belassen, statt sie an das französische Staatsarchiv in Colmar abzugeben.</p>
          <p>Stand: 2005, Vannovius (Historisches Archiv der Deutschen Bundesbank)</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Bestandsbeschreibung</head>
          <p>Zentralbankgeschichte der Nachkriegszeit im Gebiet des späteren Baden und der französischen Besatzungszone; Sitzungen der verschiedenen Koordinierungs- und Leitungsgremien im Zentralbankgefüge der französischen Besatzungszone und der dort nach 1945 entstandenen Länder; Zentrakbanktätigkeiten; Rechnungswesen; Statistik; Berichte über externe und interne Prüfungen</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Vorarchivische Ordnung</head>
          <p>keine erkennbare vorarchivische Ordnung</p>
        </scopecontent>
        <scopecontent>
          <head>Erschließungszustand</head>
          <p>Ein Findbuch des Historischen Archivs der Deutschen Bundesbank liegt vor:</p>
          <p>- Leitstelle der Reichsbank für die französische Zone</p>
          <p>- Koordinierungsausschuss für die Landeszentralbanken der französischen Zone:</p>
          <p>Teilbestand an das Bundesarchiv abgegeben</p>
        </scopecontent>
        <relatedmaterial>
          <head>Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv</head>
          <p>B 331-HB, Landeszentralbank von/in Bremen; B 331-BNS, HV Hannover, LZB in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt; B 331-S Landeszentralbank von/im Saarland</p>
        </relatedmaterial>
        <relatedmaterial>
          <head>Amtliche Druckschriften</head>
          <p>Verwaltungsberichte (ab 1947), später Geschäftsberichte (ab 1950) der Landeszentralbank von Baden;</p>
          <p>zur Entwicklung der Reichsbankstelle/Hauptstelle Freiburg von 1875 bis 1970 ist eine landeszentralbankintern von Ernst Glaubitz verfasste &amp;quot;Chronik der Hauptstelle Freiburg&amp;quot; (1970) in der bankhistorischen Sammlung (BSg) des Historischen Archivs der Bundesbank verfügbar (HA BBk BSg 7/288)</p>
        </relatedmaterial>
        <relatedmaterial>
          <head>Literatur</head>
          <p>Heilig, F.: Die Landeszentralbanken der französischen Zone, in: Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, Jg. 1948, S. 16-17.</p>
          <p>Horstmann, Theo: Um &amp;quot;das schlechteste Bankensystem der Welt.&amp;quot; Die interalliierten Auseinandersetzungen über amerikanische Pläne zur Reform des deutschen Bankwesens 1945/1946, in: Bankhistorisches Archiv Heft 1/1985, S. 3-27.</p>
          <p>Horstmann, Theo: Die Alliierten und die deutschen Großbanken. Bankenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland, Bonn 1991.</p>
          <p>Distel, Joachim: Die Errichtung des westdeutschen Zentralbanksystems mit der Bank deutscher Länder, Tübingen 2003;</p>
          <p>etc.</p>
        </relatedmaterial>
        <bioghist>
          <head>Geschichte des Bestandsbildners</head>
          <origination>Landeszentralbank Baden (LZB Baden), 1947-1952</origination>
          <p>Die Landeszentralbank von Baden</p>
          <p>Die Landeszentralbank von Baden wurde auf der Grundlage der am 07. April 1947 als badisches Landesgesetz verkündeten &amp;quot;Landesverordnung über die Errichtung einer Landeszentralbank von Baden&amp;quot; errichtet. Mit Wirkung vom 01. April 1948 trat die Landeszentralbank von Baden wie auch die anderen Landeszentralbanken der französischen Zone dem westdeutschen Zentralbankensystem bei. Im Laufe des fast sechsjährigen Bestehens der Landeszentralbank wurden die Rechtsvorschriften über die Bank mehrfach geändert. Am 18. Juli 1950 erließ der Verwaltungsrat der Bank eine &amp;quot;Satzung der Landeszentralbank von Baden&amp;quot;.</p>
          <p>Zu den Aufgaben der Landeszentralbank von Baden gehörten die Regelung des Geldumlaufs und der Kreditversorgung, die Ausführung von Kassengeschäften des Staates und von Körperschaften des öffentlichen Rechts, die Gewährung kurzfristiger Kredite für diese Stellen, die Pflege des Überweisungs- und Scheckverkehrs sowie des Zahlungsverkehrs mit den anderen deutschen Ländern und mit dem Ausland sowie die Durchführung von Wertpapierdepotgeschäften und Wertpapierüberweisungen.</p>
          <p>Die Leitung der Landeszentralbank von Baden oblag einem Vorstand. Wesentliche Leitungskompetenzen waren dem Verwaltungsrat vorbehalten.</p>
          <p>Von 1948-1952 unterhielt die Landeszentralbank je eine Hauptstelle in Freiburg - mit acht abhängigen Zweigstellen im Bankbezirk - und eine in Offenburg - mit vier abhängigen Zweigstellen im Bankbezirk.</p>
          <p>Als 1952 das Land Baden-Württemberg geschaffen wurde, kam es zur Vereinigung der Landeszentralbank von Baden mit den Landeszentralbanken von Württemberg-Baden (Stuttgart) und für Württemberg und Hohenzollern (Reutlingen) zur Landeszentralbank von Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart; die Landeszentralbank von Baden hörte am 31. Dezember 1952 auf zu bestehen. Freiburg blieb Sitz einer Hauptstelle der Landeszentralbank von Baden-Württemberg.</p>
          <p>Die Leitstelle der Reichsbank für die französische Zone 1946-1947</p>
          <p>Im Februar 1946 errichtete die französische Militärregierung eine Leitstelle der Reichsbank für die französische Zone als oberstes Leitungsorgan für die Hauptfilialen der Reichsbank in Freiburg und Kaiserslautern mit den angeschlossenen Reichsbankstellen und Reichsbanknebenstellen. Wichtige Aufgaben waren die Geldversorgung der Reichsbankanstalten, die zentrale Verrechnung der Banküberweisungen innerhalb der Zone, alle interzonalen Überweisungen sowie die Kontrolle des Kreditgeschäfts der Reichsbankanstalten.</p>
          <p>Die Tätigkeit der Leitstelle der Reichsbank endete, als die französische Militärregierung die Liquidierung der Reichsbank in ihrer Besatzungszone zum 28. Februar 1947 verfügte; sie wurde mit Wirkung vom 01. März 1947 in einen &amp;quot;Liquidationsdienst der Reichsbank&amp;quot; umgewandelt.</p>
          <p>Koordinierungsausschuss für die Landeszentralbanken der französischen Zone 1947-1952</p>
          <p>Nach Auflösung der Reichsbankorganisation mit der Leitstelle an der Spitze und der Errichtung von Landeszentralbanken zum 01. März 1947 richtete die französische Militärregierung ein &amp;quot;Koordinationskomitee der Landeszentralbanken&amp;quot; ein, das die landeszentralbankübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der französischen Zone sicherzustellen hatte. Dieses Gremium wurde auch als Koordinierungsausschuss für die Landeszentralbanken in der französischen Zone bezeichnet. Es war befugt, die Diskont-, Zins- und Mindestreservesätze festzusetzen, die Offenmarktpolitik zu vereinheitlichen, &amp;quot;Kompensationsabwicklungen im Scheck- und Überweisungsverkehr&amp;quot; intrazonal und interzonal vorzunehmen und Ausweise und Finanzstatistiken zu zentralisieren.</p>
          <p>Mitglieder des Koordinierungsausschusses, der mindestens einmal im Monat zusammentrat, waren die Generaldirektoren der Landeszentralbanken, die Leiter der Bankenaufsichtsbehörden der Länder und je ein Mitglied aus dem Verwaltungsrat jeder Landeszentralbank, das jeweils für die Dauer eines Jahres bestimmt wurde. Für eine Amtszeit von einem Jahr wurde auch der Präsident des Koordinierungsausschusses von den Verwaltungsratsmitgliedern gewählt.</p>
          <p>Die Beschlüsse des Koordinierungsausschusses waren für die Landeszentralbanken verbindlich.</p>
          <p>Der Koordinierungsausschuss hatte seinen Sitz zunächst in Speyer und unterhielt dort ein ständiges Büro, das im Juni 1950 nach Freiburg in das Dienstgebäude der Landeszentralbank verlegt wurde. Der Koordinierungsausschuss blieb auch noch nach dem Beitritt der Landeszentralbanken der französischen Zone zum westdeutschen Zentralbanksystem im Frühjahr 1948 bestehen, obwohl die wesentlichen landeszentralbankübergreifenden Angelegenheiten, insbesondere auf geldpolitischem Gebiet, im Zentralbankrat der Länder getroffen wurden. Die letzte Sitzung des Ausschusses, der ab 1949 nur noch in sehr großen zeitlichen Abständen zusammentrat, fand am 19. Dezember 1952 statt.</p>
          <p>Allgemeiner Hinweis: Die o.a. Informationen entstammen hauptsächlich dem entsprechenden Findbuch des Historischen Archivs der Deutschen Bundesbank.</p>
        </bioghist>
        <scopecontent>
          <head>Zitierweise</head>
          <p>BArch B 331-BW/...</p>
        </scopecontent>
      </c>
    </dsc>
  </archdesc>
</ead>
